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Prof. Rudolf Taschner im ACCEDO-Salon: „Die Welt ist eine Illusion“

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17.5.2011

ACCEDO Gründer Christoph Edelmann lud gestern Univ.-Prof Dr. Rudolf Taschner in den ACCEDO-Salon zu einem philosophischen Exkurs über Gerechtigkeit: Der österreichische Mathematiker und Autor erklärte, warum Gerechtigkeit sich nicht so leicht finden lässt und was „eine Karotte“ und „ein Esel“ damit zu tun haben.

„Wir haben Sehnsucht nach Gerechtigkeit“

Rudolf Taschner beweist im ACCEDO Salon, dass Mathematiker sehr unterhaltsame Menschen sein können. Er legt in einem launigen Gespräch zu seinem aktuellen Buch „Gerechtigkeit siegt – aber nur im Film“ dar, dass Gerechtigkeit lediglich eine Illusion ist. „Das ist wie bei einer Karotte, die man einem Esel hinhält, um ihn anzutreiben“, philosophiert Taschner: Wir hätten sie gerne, sehnen uns danach – merken aber, dass wir diese Karotte nicht erreichen können. Der Konflikt dahinter wurde bereits von Karl Marx erkannt, so Taschner: „Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass das Tier ab einem gewissen Punkt genug hat. Der Mensch niemals!“

Das Dilemma bei der Erlangung von Gerechtigkeit sei die Demokratisierung: „Könige und Kaiser konnten gerecht sein“, heute muss man Gerechtigkeit in die Institutionen hineintragen. In jedem Fall ist die Sehnsucht nach Gerechtigkeit groß, so die Aussagen Taschners.

Und obwohl man Gerechtigkeit messen kann (der Gini-Koeffizient misst die statistischen Ungleichverteilungen), weiß man nicht so genau, was sie eigentlich ist: „Ich selbst bin mein Navigationsgerät“, so der Mathematiker, es gibt keine Prinzipien, das eigene Gewissen ist die Instanz „wahrer Gerechtigkeit“. Ist Gerechtigkeit also ein Kunstbegriff, dem niemand gerecht werden kann? Auch Wirtschaft ist nicht gerecht. Sie ist aber auch nicht ungerecht – und: „Lediglich vor dem Tod sind wir alle gleich.“

Hat der Donald Duck-Fan Rudolf Taschner, der gerne nach Entenhausen reisen würde, auch eine Lieblingszahl? „Die 313‘“, so Taschner, das Autokennzeichen von Donald Duck. Das einzige mathematische Problem, das er nicht lösen wird: „Dass die Mathematik widerspruchsfrei ist.“

 

Zu sehen waren unter anderem Hans-Georg Mayer, PR-Leitung der KAPSCH TrafficCom AG; Manfred Mader, Leitung der Kommunikation der Westbahn GmbH; Michael Heinzl, Generali Versicherung AG; Wolfgang Summer, Marketing Direktor der Santander Consumer Bank, gemeinsam mit Verena Zadek, Bereichsleitung Personal und Kommunikation; Markus Rumpler, Vertriebsleiter von Iglo Austria; Michael Kraus, geschäftsführender Gesellschafter der Donau-Finanz; Hans Zimmermann, Country Manager von Yamaha Motor Austria; „3“-Sprecherin Marie-Theres Paul; Roland Achatz, Unternehmenskommunikation der AGES; Alexander Oswald, Marketing Manager Nokia Alps & South East Europe; Herbert Brauneis, Leitung Marketing und Vertrieb von Prolytic; uvm.

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