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Zuvielisation

Frank Schirrmacher "Payback"

5.8.2010

Gerade die Urlaubszeit bietet Raum darüber nachzudenken, wie man selbst mit der Informationsver- und bearbeitung umgeht. Man navigiert durch den Datastream mit eMails und SMS, Feeds & Tweets, Sites für News und Social Networks, erhält seine Anrufe und führt seinen Blog. Das ganze gleicht der virtuosen Arbeit eines Fluglotsen, ist jedoch für einige fast schon zuviel.
Für alle, die sich damit auseinandersetzen wollen, hier ein Buchtipp: Frank Schirrmacher PAYBACK.

Warum das Informationszeitalter regelrecht auf uns „gekippt“ ist und wir uns in dem Wust an Möglichkeiten bewähren
Schon vor Jahren erklärte z.B. Lawrence Lessig, ein renommierter Stanford Professor seinen eMail-Bankrott, als er Tausende von eMails unbearbeitet hatte und auch nach 80 intenstiven Stunden noch keine annähernde Kontrolle darüber bekommen konnte. Egal, ob es die Aspekte sind, wie die Copy & Past-Haltung, die Inhalte nicht mehr klar zuordenbar macht, oder das klassische Multitasking, das – und dies vertritt nicht nur Schirrmacher – nicht funktioniert, man kommt ins Grübeln und fühlt sich von dem Autor bisweilen ertappt.

Das wohltuende an diesem Buch: Schirrmacher, seit 1994 Herausgeber der FAZ, ergeht es nicht anders. Seine wenig komfortable Beleuchtung zeigt mögliche Hintergründe auf, die einem gerade im Hinblick auf die „Neue schöne Welt“ des Web 3.0 / semantischen Web zu denken geben.
Eine schier endlose Zahl an Beispielen zeigen uns in Payback, wo wir stehen. Ob von Ärzten & Krankenschwestern berichtet wird, die aus Zeitnot Krankengeschichten anteilig kopieren, oder die Analyse der Hirnaktivität, die wir leisten, wenn wir googlen und ob uns das nicht vielleicht sogar klüger macht, Schirrmacher geht klug und skeptisch auf alle Belange ein.

Man möge wohl dosiert sein Gehirn den Reizen der Informationsflut aussetzen. Denn bei Zuvielisation und dem steten Gefühl Informationen zu verpassen und / oder zu vergessen, gibt es kein Risiko-Management, das hier helfen kann.

by Sabrina Oswald

8 Kommentare

  1. roulette strategie sagt:

    Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.

  2. Roulette Strategien sagt:

    Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich ofter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.

  3. System Roulette sagt:

    Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklaren kann.

  4. Geld gewinnen sagt:

    Irgend ne Ahnung wie sehr das verallgemeinerbar ist?

  5. roulette system sagt:

    Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklaren kann.

  6. sabrina_oswald sagt:

    Einfach bei uns (ACCEDO) reinschauen. Wir machen hier gerne “helping hands”.
    Alles liebe,
    SOS

  7. sabrina_oswald sagt:

    Frank Schirrmacher packt ziemlich gesamtheitlich zu, insofern kann man für “seinen individuellen” Umgang mit Informationsmedien in jedem Fall etwas rauslesen.

    Auf “Allgemeinheiten” umlegen würde Verallgemeinerung bedeuten und das ist im Zeitalter der “Individualität” sicherlich nur schlecht möglich!
    Alles liebe SOS

  8. sabrina_oswald sagt:

    Danke :-)

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