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„Ich glaube was du sagst, weil ich sehe was du tust“

Accedo Executive Update

19.5.2010

Erster ACCEDO Executive Update: Experten diskutierten zu mobile, digital und Social Media

Die Public & Business Relations Agentur ACCEDO lud gestern, Dienstag, zu ihrem ersten ACCEDO Executive Update. Rund 50 Gäste – Unternehmensvertreter auf Top-Managementebene sowie Marketing- und Kommunikationsexperten…


– hörten einen ganzen Vormittag lang fünf Impulsreferate zum Thema „mobile, digital & social Media“. Hintergrund und Ziel der Veranstaltung, die von nun an einmal pro Quartal angeboten wird, ist eine Serviceleistung der Agentur für ihre Kunden und Businesspartner, um den Austausch mit Spezialisten zu möglichen.
Konkret ging es gestern um die veränderte Kommunikationswelt, mit der Unternehmer und Markenverantwortliche lernen müssen umzugehen. Succus sämtlicher Vorträge: Authentisch kommunizieren, transparent agieren – oder anders gesagt: „Ich glaube was du sagst, weil ich sehe was du tust.“

The 4th screen: Mobiltelefone als individuelles Massenmedium
Zu Beginn des Vormittags erläuterte Alexander Oswald, Head of Marketing bei Nokia Alps South East Europe, den Zuhörern die Welt der mobilen Kommunikation im Detail und präsentierte einen Blick in die Zukunft von Handys. Mobiltelefone gelten bereits jetzt als „individuelles Massenmedium“, das im Gegensatz zu anderen Geräten praktisch immer verfügbar und angeschaltet ist. Anders als ein Computer ermöglicht ein Handy standortbezogene Kommunikation – ein interessanter Aspekt, etwa für mobile Advertising und die so genannten Apps, die in immer größerer Zahl von Unternehmen entwickelt werden. „The mobile world gets social, and the social
world gets mobile“ – so etwa kann man die Zukunft von Smartphones umschreiben, die gemeinsam mit der wachsenden Welt des Social Media – Facebook, Twitter & Co – die Zukunft unserer Kommunikation beeinflussen werden. Bereits jetzt zählt Facebook 400 Millionen User, und die Möglichkeit, immer und überall via Smartphone mit der Welt zu kommunizieren, wird diese Zahl noch steigen lassen. Für Unternehmen daher umso wichtiger, ihre digitale und mobile Kommunikation mit relevanten Content zu befüllen – um Usern einen echten Mehrwert in der Fülle der Botschaften zu bieten.

Mobile Marketing: Nütze den Screen!
Harald Winkelhofer, Geschäftsführer der Mobile-Marketing-Agentur IQ Mobile, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf den Bereich von Mobile Marketing und Mobile Advertising. Zahlen belegen die zunehmende Wichtigkeit: Bereits 1,35 Millionen User greifen mobil aufs Internet zu. Stärkste Usergruppe sind die 14- bis 29-Jährigen. Gerade bei denen gilt im Hinblick auf mobile Kampagnen: Neugier wecken und „Der Preis ist heiß“. Konsumenten aus dieser Ziel- und Altersgruppe sind grundsätzlich leichter dazu zu animieren, Neues, Unbekanntes auszuprobieren, sie nehmen schnell an einem Gewinnspiel teil und geben auch bereitwillig ihre Daten preis. Wichtig ist nur, mobile Marketing- und Werbeaktionen einfach und ohne Hürden zu gestalten und wenn möglich mit verlockenden Gewinnen zu versehen. Noch direkter geht es mit Werbe-SMS, die allerdings nur möglich sind, wenn der Empfänger vorab seine Zustimmung erteilt hat. Dann allerdings handelt es sich um eine Werbeform, die direkter und mit weniger Streuverlust kaum mehr möglich ist. Auf den Inhalt und die richtige Platzierung kommt es an.

Dass die mobile Kommunikation ein Megatrend der Zukunft ist, sieht auch Elisabeth Kozel, Industry Manager bei Google Österreich. Doch in der Vielfalt der angebotenen Informationen, die mittlerweile vorhanden ist, spielt die richtige Platzierung und Präsentation der Botschaft eine entscheidende Rolle – etwas, das gerade bei Google relevant ist. Umgekehrt dürfen Unternehmen auch nicht übersehen, dass nicht mehr sie diejenigen sind, die ihre Informationen in eine Richtung kommunizieren, sondern dass die Konsumenten zu Produzenten und Multiplikatoren werden.
Demnach sei es hier besonders wichtig, Zielgruppen, Ziele und Strategie zu definieren, Erfolge der Online-Aktivitäten zu messen, den Usern zuzuhören und in der gesamten Kommunikation authentisch und transparent zu bleiben.
Strategien definieren und Fehler machen.

In die gleiche Kerbe schlug Dieter Rappold, Geschäftsführer der Online-Agentur vi Knallgrau. Anstatt unreflektiert sämtliche neuen Kommunikationskanäle zu befüllen, sollten Unternehmen sich eine mittel- und langfristige Strategie überlegen und definieren, was sie erreichen wollen. Und keine Angst vor Fehlern haben: Social Media ist ein Bereich des „try & error“ – nur wer viel ausprobiert, Fehler macht und daraus lernt, wird sich in der Welt der digitalen und mobilen Kommunikation zuhause fühlen.

„Seien Sie die Guten!“

Authentische und transparente Kommunikation ist gefragt. Den Abschluss des informationsreichen Vormittags machte Michael Hartl von der Agentur ethicmedia. In seinen Augen bedeutet social media für Unternehmen auch,
sozial zu kommunizieren. Botschaften müssen authentisch und transparent sein – nur so sind sie glaubhaft und können dem Image der Firma nützen. Wer Dreck am Stecken hat, und ihn durch besonders gelungene Kommunikation versucht zu vertuschen, wird in der Welt des social media scheitern, denn die Konsumenten sind extrem kritisch geworden und haben heutzutage die Möglichkeit, sich einfach, schnell und umfassend zu informieren. „Böse sein zahlt sich nicht aus. Seien Sie einfach die Guten!“, so der Appell von Michael Hartl am Ende.

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