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Auftakt zu den ACCEDO Salons 2010 mit Claudia Bandion-Ortner

ACCEDO Salon mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner_Web

16.2.2010

„Manchmal wäre ein Hammer nicht schlecht“ – Agenturchef Christoph Edelmann sprach im ersten ACCEDO Salon des heurigen Jahres mit Justizministerin Mag. Claudia Bandion-Ortner.

Der Andrang war enorm: Trotz olympischer Herrenabfahrt kamen gestern rund 80 Gäste zum ersten ACCEDO Salon 2010 in Die Lobby. Stargast des Abends und Gesprächspartner von Agenturchef Christoph Edelmann war dieses Mal Justizministerin Mag. Claudia Bandion-Ortner. In der übervollen Lobby gesehen wurden u.a. Christian Schrötter, Finanzvorstand der A-Tec Industries; Canon-Geschäftsführer Peter Baldauf; IMMOFINANZ-Vorstand Eduard Zehetner; Maria Bauernfried, Marketingleiterin bei Kelly; Declan Daly von Western Union; der „Automatenkönig“ Ferry Ebert; Caro Frank von Red Bull Mobile; Arnulf Komposch, Vorstand bei der AvW Invest AG; Markus Marek, Corporate Sales Director bei Nestlé; Markus Pichler, Managing Director bei Unibail Rodamco;  Aktionärsvertreter Wilhelm Rasinger; Gigaset-CEO Eduard Schmidhofer; Rechtsanwalt Benedikt Spiegelfeld; Danone-Geschäftsführer Christoph Vavrik u.v.a.

Seit 396 Tagen im Amt
Wie sie sich als Politikerin denn tue, wollte Christoph Edelmann gleich zu Beginn von seiner Gesprächspartnerin wissen, die vor ihrem Amtsantritt vor exakt 396 Tagen als Richterin für Strafsachen am Landesgericht Wien gearbeitet hatte. Die Antwort kam prompt und ehrlich: „Es geht gut. Natürlich war es eine Umstellung, denn in der Politik ist es ein völlig anderes Arbeiten, eine andere Art der Entscheidungsfindung“, so Bandion-Ortner. Entscheidungen seien in der Politik meist Kompromisse, „obwohl man sagen muss, Kompromisse sind ja nicht immer das schlechteste“. Sie gab allerdings  auch zu, dass sie manchmal die Autorität vermisste, die sie im Gerichtssaal genossen hatte: „Manchmal, speziell im Parlament, wenn es so unruhig ist, würde ich gerne mit dem Hammer auf den Tisch hauen“. Wobei, klärte Bandion-Ortner die Zuhörer auf, österreichische Richter ja eigentlich gar keinen Hammer hätten: „Sie schauen zu viele amerikanische Filme.“

“Politik als Kunst des Möglichen“, oder: „Die zwei Seiten von einem Problem“
Dass Bandion-Ortner als ehemalige Richterin auch die Probleme selbst kennt, die sie nun als Politikerin lösen muss, zeigte sich beim nächsten Thema, dem Personalmangel in der Justiz. „Es ist wahr, wir brauchen mehr Personal. Die Zahlen, die mir präsentiert wurden, sind seriös“. Sie selbst war es ja auch, die vor ihrem Eintritt in die Politik als Standesvertreterin für mehr Planstellen bei den Staatsanwälten eintrat. Allerdings verstehe sie nun auch die Seite des Finanzministers, der in Zeiten wie diesen nicht mit vollen Händen austeilen könne. „Und dann gibt es ja auch noch die anderen Ressorts …“ Sie sehe jetzt Politik als „die Kunst des Möglichen“ und hoffe, dass in den Gesprächen mit dem Finanzminister „noch was drin ist“.

„Klare Aussagen statt Drumherum-Gerede“
Weitere Themen des Abends waren u.a. die berühmt-berüchtigte Steuerdaten-CD, die Wirtschafts-Kompetenzzentren bei der Staatsanwaltschaft, die Reform der Geschworenengerichte (Bandion-Ortner: Es ist nicht mehr zeitgemäß, dass Laien in den schwerwiegendsten Fällen alleine über die Tatfrage entscheiden.“) und die elektronische Fußfessel. Geschlossen wurde der Abend mit dem, was sich Bandion-Ortner als ihr politisches Vermächtnis vorstellte: „Klare Aussagen statt Drumherum-Gerede“.

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