IMMOFINANZ-Sanierer Eduard Zehetner im ACCEDO Salon

20.10.2009
Der CEO und CFO der IMMOFINANZ-Gruppe über seine persönliche Ein-Jahres-Bilanz, die anstehenden Schritte in der Unternehmensgruppe und die Pendelei zwischen Wien und Gmunden.
Gestern Abend bat die Business Communications-Agentur ACCEDO wieder zum monatlichen Salon in Die Lobby und rund 80 Kunden und Freunde des Hauses sowie Vertreter aus Wirtschaft, Medien und Politik folgten dieser Einladung. Agenturchef Christoph Edelmann sprach dieses Mal mit Dr. Eduard Zehetner – CEO und CFO der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG und Sanierer der Unternehmensgruppe. Dem spannenden und äußerst aktuellen Gespräch hörten u.a. zu: Paulus Goess, Geschäftsführer von Radlberger; Heinz Hoffer (Leitbetriebe Austria); Richard Kernbeis, Geschäftsführer von eety; Bettina Gneisz-Al-Ani, Kommunikationschefin der OMV; Manuela Lindlbauer von Lindlpower Personalmanagement; Peter Eblinger (Eblinger & Partner), Alexander Oswald, Marketingmanager bei Nokia; T-Mobile Vice President Dieter Poller; Michael Kordt (Commerz Real); Christian Maetz von der mobilkom Austria; Caroline Klade von der Wiener Kommunikationsakademie; Konrad Mayr-Pernek (mediaedge); Katja Zieroth von der deutschen Managerlounge u.v.a.
„Wollte feststellen, ob ich den Job zusammen bringe“
Begonnen wurde das Gespräch mit einer persönlichen Bilanz. Auf der Habenseite steht „dass wir die Immofinanz-Gruppe vor der Insolvenz bewahrt haben.“ Einiges sei aber noch offen, was schon geklärt sein müsste, so der Firmenchef mit Blick auf die Soll-Seite. Als er vor rund einem Jahr gefragt wurde, ob er als Sanierer ins Unternehmen gehen würde, sei seine Entscheidung schnell gefallen: „Mich hat gereizt zu sehen, ob ich das zusammen bringe“, so Zehetner. „Ich kann mir schnell einen Überblick verschaffen, systematisieren und priorisieren“, so Zehetner über seine Arbeit, für die er täglich rund 15 Stunden aufwendet. Was in der Immofinanz-Gruppe konkret ansteht: Eine Kapitalerhöhung und die Fusion der beiden Gesellschaften.
Eine Gerade ist ein Teil einer Sinuskurve
Zehetner über den derzeitigen Stand der Immoaktien: „Niemand hat damit gerechnet, dass der Höhenflug von Immotiteln einmal vorbei ist. Lange Zeit ging es nur nach oben, doch eine Gerade ist nur ein Teil einer Sinuskurve, das hat man dabei vergessen“, so der Unternehmenssprecher mit Blick auf die fallenden Börsekurse des vergangenen Jahres. Im speziellen Fall komme ein krimineller Aspekt dazu, mit dem nun gerade der Staatsanwalt beschäftigt ist.
Pendeln zwischen Wien und Gmunden
„Wenn mein Vertrag bei der Immofinanz ausläuft, bin ich 60. Meine Frau sagt immer, dass es dann auch mal an der Zeit ist, sein Leben zu genießen.“ Ob ihm dann die Pendelei zwischen Wien und Gmunden, wo Zehetners ein Haus haben, abgehen wird? Wohl kaum, denn der Finanzler ist passionierter Autofahrer – den Tag vor dem ACCEDO Salon verbrachte er beim Auto testen auf dem Nürburgring.


Hinterlassen Sie einen Kommentar