Markus Beyrer zu Gast im ACCEDO Salon

10.11.2009
Der IV-Generalsekretär sprach mit Christoph Edelmann über den Umweltgipfel in Kopenhagen, die Studentenproteste und den typisch österreichischen Zugang zur Schweinegrippe.
Zum vorletzten Mal in diesem Jahr bat gestern, Montag, die PR- & Business Relations-Agentur ACCEDO zum monatlichen ACCEDO-Salon. Wie immer versuchte Agenturchef Christoph Edelmann in der Lobby Einsichten in Ansichten seines Gegenübers zu bekommen – dieses Mal Mag. Markus Beyrer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Medien und Politik folgten der Einladung; u.a. Heinz Hoffer von den Leitbetrieben Austria; Gerhard Barcus, GF von Kotányi; Christian Erlach von Jungheinrich Austria; August Astl, Generalsekretär der Landwirtschaftskammern; Cathrin Moshammer vom WWF Österreich; Ailce Nilsson, GF der Beratungsagentur Markenstern; Walter Becvar, Geschäftsführer von Neumann & Partner; Josef Plank, Geschäftsführer der Renergie GmbH; Peter Raduziner von der Fortis Bank; Karl Pall von Google Austria; Danone-Geschäftsführer Christoph Vavrik; der Pressesprecher des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend, Wolfgang Schneider; Gerhard Krennmair, GF der Grain GmbH u.v.a.
„Nicht netter sein als die anderen“
Nach einer kurzen Einführung über die Strukturen und Aufgaben der Industriellenvereinigung, auch in Abgrenzung zur Wirtschaftskammer, sprach der IV-Generalsekretär über die Industrienation Österreich – und äußerte Bedenken, was mögliche Zugeständnisse beim kommenden Weltklimagipfel in Kopenhagen betrifft: „Wir dürfen und können nicht netter sein als andere Länder. Sonst haben wir am Ende das Nachsehen“, meinte Beyrer in Hinblick auf die USA bzw. Schwellenländer, die nicht bereit sind, ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren. Auch abseits der Umweltpolitik müsse man im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit von Österreich und Europa verschiedenste Modelle durchdenken, etwa die Idee, direkte Steuern zu senken und im Gegenzug indirekte Steuern, also die Mehrwertsteuer, zu heben.
Typisch österreichisch: „Nicht unterschätzen, aber auch nicht übertreiben“
Beim Thema Bildungspolitik angelangt befragte Christoph Edelmann sein Gegenüber zu den aktuellen Studentenprotesten und Markus Beyrer zeigte wenig Verständnis: „Die Studierenden sagen, sie demonstrieren für einen freien Universitätszugang ohne Beschränkungen und andererseits für weniger volle Hörsäle. Also da müssen sie sich schon entscheiden.“ Seiner Meinung nach seien Studiengebühren ein notwendiges Regulativ in dem System, das derzeit nicht funktioniere. Ähnlich unentschlossen wie die Studenten ist Beyrer allerdings selbst bei einem anderen aktuellen Thema, der Schweinegrippe: „Die ist sicher nicht zu unterschätzen, aber man darf es mit der Angst auch nicht übertreiben“. Somit ein typisch österreichischer Kompromiss.


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