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RH-Präsident Josef Moser zu Gast im ACCEDO-Salon

ACCEDO Salon mit RH Praesident Josef Moser

24.11.2009

Im letzten ACCEDO-Salon des heurigen Jahres wurde thematisiert wie der Alltag des Rechnungshof ausschaut, warum dessen Präsident keine Freunde und keine Feinde hat und wieso es bei Tischfußball nicht ums Siegen geht.

Zum letzten Mal in diesem Jahr wurden gestern, Montag, die Türen der Lobby in der Wiener Löwelstraße zum ACCEDO-Salon geöffnet. Vor rund 60 Gästen sprach Agenturchef Christoph Edelmann mit Dr. Josef Moser, Präsident des Rechnungshofs, über seinen Alltag in der höchsten Prüfinstanz des Landes. Unter den Zuhörern fanden sich u.a. Michael Altrichter, Vorstand der paysafecard.com Wertkarten AG; Gerhard Krennmair, Geschäftsführer der Grain GmbH; Hana Cygonkova, Pressesprecherin der Erste Bank im Raum CEE; Gernot Essl, Vorstand der Liegenschaftsverwaltung der Palmers AG; Karin Hernler, Leiterin der Marketing- und Kommunikationsabteilung bei Niedermeyer; Klaus Einfalt, Vorstand der SW Umwelttechnik; Michael Fischer von der Telekom Austria; Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski; Manuela Lindl- bauer von Lindlpower Personalmanagement; Johannes Kopf, Vorstand des AMS; Wolf-Dietrich von Fircks, Rektor der VetMed Uni Wien; Michael Wimmer, Kommunikationschef der ÖBB; u.v.a.

Von Osttirol über Kärnten nach Wien
Begonnen wurde der Abend mit einem kurzen Abriss über Josef Mosers Lebenslauf – der woanders begonnen hatte, als eigentlich geplant war. Der Kärntner kam nämlich in Lienz in Osttirol zu Welt, „weil es in Oberkärnten kein Spital gab“. Heimisch ist er trotzdem in Kärnten, wo er u.a. einige Jahre in der Finanzlandesdirektion und später im Landesdienst arbeitete.  Es folgten Stationen im Freiheitlichen Parlamentsklub in Wien – ohne je der Partei beigetreten zu sein – und als Vorstandsmitglied der ÖBB-Holding AG, bevor er 2004 für zwölf Jahre zum Präsident des Rechnungshofes bestellt wurde. „Das ist gar nicht so lang“, meinte Moser im Hinblick auf die Amtsperiode, „in anderen Ländern bekommt man in der Funktion lebenslang.“ 

„Kontrolle hat immer zwei Gesichter“
Neben der Arbeitsweise des Rechnungshofs erklärte der Präsident auch, wo das Kontrollorgan überall tätig ist – oder sein möchte. So wünsche er sich etwa eine Prüfbefugnis bei Gemeinden mit unter 20.000 Einwohnern. Gerade diese, so der RH-Präsident, äußerten immer wieder selbst die Bitte, vom Rechnungshof untersucht zu werden. „Denn eine Kontrolle hat ja immer zwei Gesichter. Neben der Überprüfung profitiert man auch von der Beratung, die damit einher geht.“ 

Keine Freunde, keine Feinde
Moser, der mittlerweile zum Wochenend-Burgenländer geworden ist, sieht einen Umstand gelassen: „In meiner Funktion hat man keine Freunde, aber auch keine Feinde. Fakten sind Fakten. Zahlen sind Zahlen. Da spielt so etwas einfach keine Rolle.“

Ob er bei einer seiner Lieblingsbeschäftigungen, dem Tischfußball, ebenso gelassen ist, bleibt offen – doch am Ende „geht es nicht ums Siegen, sondern um die Art des Spielens.“ Als Abschiedsgeschenk gab’s daher ein Tip-Kick von ACCEDO-Chef Christoph Edelmann – der prompt eine Aufforderung zum Match bekam.

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