‚ÖSTERREICH‘-Herausgeber Wolfgang Fellner zu Gast im ACCEDO-Salon

16.11.2010
Am 15. November 2010 bat die Story Management Agentur ACCEDO wieder zum ACCEDO Salon in die hauseigene Location „Die Lobby“. Diesmal zu einem Gespräch mit dem umtriebigsten Medienmacher dieses Landes, „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner.
Mit 14 Jahren gründete Wolfgang Fellner gemeinsam mit seinem Bruder den „Rennbahn Express“, es folgten „Basta“, „News“, TVMedia“, „Format“, „Woman“ und „E-Media“. Seit etwas über vier Jahren verantwortet Fellner die Tageszeitung „Österreich“. Genau dazu überraschte Fellner im ACCEDO Salon mit der Nachricht, den Break Even erreicht zu haben. „Das ist uns wirklich gut gelungen“, so Fellner stolz, „denn auf der ganzen Welt gilt, daß man auf der ganzen Welt erst nach fünf Jahren beginnt, die Existenzberechtigung einer neuen Tageszeitung zu beurteilen. „Auch die Internet-Aktivitäten der Mediengruppe Österreich, das News-Portal oe24 sowie joe24 entwickeln sich schneller als erwartet“, so Fellner.
Seit seinem Beginn im Mediengeschäft im Jahr 1968 hat sich die Branche aber enorm verändert: „Das beste Nachrichtenmagazin der heutigen Tage ist Google“, so Fellner, der auch die Vorteile für die Online-Recherche betonte. Die Veränderungen, die sich durch das Internet ergeben, seien vor allem für Magazine auf Grund der mangelhaften Aktualität ein Problem. Tageszeitungen würden es einfacher haben, erklärte Fellner. Denn: Online-Portale alleine hätten es schwerer, erfolgreich zu sein: „Das Internet braucht ein Marketing- und Brand Instrument, die Tageszeitung wird zum Kompagnon von Online-Inhalten.“ Auch der Verteufelung des iPad kann Wolfgang Fellner nichts abgewinnen: „Die flächendeckende Verbreitung wäre ein Segen, denn es gibt enorme Vorteile.“ Kosten aus Druck und Logistik etwa würden entfallen – haptisches Vergnügen vorausgesetzt: „Die Abschaffung des Papiers wäre ein Jackpot, ist aber verfrüht.“
„In der Medienwelt der Zukunft wird der beste Content das Match gewinnen.“
Die Grenzen von Medien – TV, Radio, Print und Internet – würden immer mehr verschwimmen und sich letztendlich auflösen. Neben dem Ende von Medienmonopolen bedeute dies auch einen Journalismus, der in Zukunft von der Aktualität und der schnellen Aufbereitung von Informationen lebe: „Das Internet ist dazu da, möglichst live und in Echtzeit in guter Qualität Informationen zu liefern.“ Das Problem dabei: „Die Gratismentalität“. In der Medienlandschaft der Zukunft werde aber nicht der Kampf um das Geld, sondern der Kampf um Aufmerksamkeit entschieden werden.
Mit wem Fellner gerne einen Abend verbringen würde? „Mit Mark Zuckerberg“, so Fellner“, „weil mich fasziniert, wie aus einer so simplen Idee ein weltumspannendes Medium geworden ist.
Im ACCEDO-Salon unter anderem zu sehen waren Jan Satek, Vorstandsvorsitzender Zielpunkt; Angelika Zeisberg, Geschäftsführerin Deutsche Telekom Value Added Services, Markus Haberfellner, Marketing & Sales Manager der Laufen AG; Peter Baldauf, Geschäftsführer Canon Austria; Generali-Regionaldirektor Michael Heinzl; Eduard Zehetner, Sprecher des Vorstandes der Immofinanz Group, Rechtsanwalt Jürgen Brandstätter, Easypharm-Geschäftsführer Johannes Schwertner; Jungheinrich-Geschäftsführer Christian Erlach; Hutchison 3G – Unternehmenssprecherin Maritheres Paul; Peter Raduziner; Prokurist der Fortis Bank Austria; u.v.m.
Weitere Infos unter:
http://www.horizont.at/newsdetail/news/fellner-im-accedo-salon.html
http://www.tripple.net/contator/newsreader/rss.asp?quelle=&kategorie=&nrrid=&iid=3319185
http://derstandard.at/1289607984893/Wolfgang-Fellner-haette-gerne-Heute-gemacht
http://relevant.at/wirtschaft/medien/53604/oesterreich-will-millionengrenze-knacken.story


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