„Der Mut zum Mut-Bürger“: Dr. Hannes Androsch zu Gast im ACCEDO-Salon

8.3.2011
ACCEDO Gründer Christoph Edelmann bat gestern den Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitative, Dr. Hannes Androsch, zu einem Gespräch in den ACCEDO-Salon. Zum Start der Bildungsinitiative bezog der Industrielle Stellung zur österreichischen Bildungspolitik und definierte, ab wann das Volksbegehren als Erfolg betrachtet werden kann.
„Das Häferl ist voll“
Dr. Hannes Androsch ließ vor wenigen Monaten mit der Bekanntgabe des Starts eines Volksbegehrens zum Thema Bildung aufhorchen. Anstoß für die Initiative sei für ihn der Vorschlag zur „Verländerung“ der Bildungsagenden gewesen. Dies war der letzte Tropfen, der das Häferl endgültig zum Überlaufen gebracht habe. Polit-Insider Hannes Androsch steckt sich hohe Ziele: „Ein Volksbegehren zu starten, ist einfach. Worauf es zum Schluß ankommt, ist, daß die Inhalte nicht im Parlament in endlosen Debatten abgewürgt werden.“
„Wir sind ein reiches Land. Wir geben sehr viel Geld für das Bildungssystem aus, aber wir setzen es falsch ein“, erklärt er den hochkarätigen ACCEDO Salon-Gästen. Androsch rechnet mit einem Aufwand von mindestens 15 Jahren, um einen Prozess der Erneuerung umzusetzen. „Das Bildungsvolksbegehren soll ein Anstoß sein“, so Androsch, „Ein positives Aufbrechen, damit wir als Land aufbrechen – und nicht sitzen bleiben.“
Aus einem kleinen Kreis, der ihn zu Beginn unterstützte, ist eine Bewegung geworden, bestehend aus Experten, Organisationen und „Menschen, denen Bildung ein Anliegen ist.“
„Wissen ist unser wichtigster Rohstoff“
„Wissen ist unser wichtigster Rohstoff“, so Androsch weiter. Für den Einzelnen, aber auch für die Wirtschaft, die Gesellschaft und deren Prosperität. Sein Bildungsvolksbegehren sei eine Gelegenheit der Gestaltung und Mitsprache: „Wir brauchen keine Lethargie-Bürger. Wir brauchen ‚Mutbürger‘, um den Entscheidungsträgern den Mut zum Handeln zu geben“, bringt es der „Patriot aus Floridsdorf“ auf den Punkt. Der leidenschaftliche Leser und „Kosmopolit“, der Trägheit und Zögerlichkeit nicht leiden kann, appellierte für mehr aktive Mitsprache: „Nur jammern alleine reicht nicht.“
Wer handeln wollte, hatte beim gestrigen ACCEDO Salon die Gelegenheit, bei einem anwesenden Notar seine Unterschrift auf die Unterstützerliste zu setzen.
Hier finden Sie alle Infos zum Volksbegehren Bildungsinitiative: www.nichtsitzenbleiben.at


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